1. Endoprothetik
Dieser Bereich stellt gemeinsam mit der arthroskopischen Chirurgie den wesentlichen Schwerpunkt unserer Abteilung dar.
Bereits im Jahre 1968 wurde erstmals eine Gelenkersatzoperation im St. Petrus-Krankenhaus durchgeführt. Damit war die Abteilung einer der Pioniere der modernen orthopädischen Chirurgie in Deutschland. Der ständige Ausbau dieser Eingriffe führte dazu, dass derzeit ca. 1.500 Gelenkersatzoperationen pro Jahr in unserer Klinik durchgeführt werden.
Seit dem Jahre 2006 wird in unserer Klinik die so genannte minimal-invasive Operationstechnik angewandt, um Prothesen besonders muskel- und weichteilschonend zu implantieren. Die hierbei verwendete Technik wird durch Kooperationen mit anderen führenden Kliniken immer weiter entwickelt. Wir sind für diese Technik Referenzzentrum.
Besonderen Wert legen wir auf die Verwendung von bewährten Implantaten führender Hersteller, die in den zurückliegenden Jahren ihre guten Eigenschaften in wissenschaftlichen Untersuchungen durch eine lange Lebensdauer bewiesen haben. Hierdurch ist auch gewährleistet, dass bei eventuell nach mehr als zehn Jahren notwendigen Prothesenwechseloperationen Ersatzteile verfügbar sind. Die technische Haltbarkeit der Prothesen wird durch die Verwendung moderner Werkstoffe und Gleitpaarungen optimiert.
Das Ärzteteam am Gemeinschaftskrankenhaus verfügt über langjährige Erfahrungen bei der Implantation von Gelenkprothesen. Die Eingriffe werden von Ärzten geleitet, die jeder mehrere hundert Operationen im Jahr selber durchführen.
Neben der Erstimplantation von Gelenkprothesen erlangen Wechseloperationen einen immer größeren Anteil unserer Tätigkeit. Durch die Spezialisierung auf dem gesamten Gebiet der Endoprothetik sind wir überregionale Anlaufstelle für viele Patienten mit gelockerten Prothesen, um die oftmals sehr schwierige und aufwendige Operation durchzuführen.
Gerade Patienten mit Nebenerkrankungen werden im Gemeinschaftskrankenhaus durch die enge Kooperation zwischen den Fachabteilungen besonders intensiv betreut. Mit der im selben Haus vorhandenen kardiologischen Abteilung besteht eine langjährige Erfahrung in der ganzheitlichen Behandlung von Patienten mit Vorerkrankungen des Herzens. Daneben verfügen wir mit der Gefäßchirurgie und der Röntgenabteilung über leistungsfähige Partner bei der Behandlung unserer Patienten. Sehr bewährt ist ebenfalls die Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesiologie, die insbesondere große Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen (Schmerztherapie) besitzt.
Für Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen besteht eine im Bettenplan des Landes Nordrhein Westfalen gesondert ausgewiesene Unterabteilung unseres Zentrums, durch die auch diese Patienten mit den besonderen Aspekten ihrer Erkrankung umfassend behandelt werden können.
Vor der Durchführung einer Gelenkersatzoperation bzw. der Implantation einer Endoprothese sollten alle konservativen (d.h. nicht durch eine Operation) Behandlungsmaßnahmen durchgeführt worden sein. Ihr behandelnder Arzt wird Sie hierzu beraten.
2. Wirbelsäulenchirurgie
Verletzungen und chronische, verschleißbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule erlangen eine immer höhere Bedeutung. So entfällt ein Großteil der jährlichen Krankheitstage der Bevölkerung auf diese Gruppe von Erkrankungen. Zudem treten im Rahmen der Osteoporose (das ist die krankhafte Schwächung der Stabilität der Knochen) häufig Brüche des Wirbelkörpers auf, die in einem Teil der Fälle durch eine Operation stabilisiert werden müssen. Durch Anwendung moderner, minimalinvasiver Verfahren können Patienten, bei denen eine solche Stabilisation erforderlich wird, mit einer wenig belastenden Operation behandelt werden. Bereits nach wenigen Stunden nach der Operation sind die Patienten in der Lage, wieder aufzustehen und eine ergänzende krankengymnastische Übungsbehandlung wahrzunehmen.
Bei dieser Methode, der s.g. Kyphoplastie, wird ein aufblasbarer Ballon über zwei kleine Hautschnitte und kleine Röhrchen in den eingebrochenen Wirbelkörper eingeführt. Der Ballon wird sodann ausgedehnt und der Wirbelkörper dadurch im Idealfall wieder aufgerichtet. In den so geschaffenen Hohlraum wird dann schnell härtender Knochenzement eingefüllt, der den gebrochenen Wirbelkörper aussteift. So resultiert in den allermeisten Fällen eine sofortige Reduktion der Schmerzen. Ein weiteres Einsinken des gebrochenen Wirbelkörpers wird so ebenfalls zuverlässig verhindert. Die Ärzte des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie besitzen ein hohes Maß an Erfahrung mit dieser Methode.



Schwerpunkte


