Künstliche Gelenke am Hüftgelenk werden in aller Regel von den Patienten nicht als störend empfunden. Viele Patienten vergessen sogar, dass ein Kunstgelenk eingebaut worden ist. Im amerikanischen Sprachraum spricht man von der "forgotten hip".
Am Kniegelenk werden durch den komplizierteren Gelenkaufbau die Änderungen, die durch ein Kunstgelenk herbeigeführt werden, intensiver wahrgenommen. Neben einer Taubheit im Bereich der Narbe oder an der Außenseite des Kniegelenks, die ein Jahr oder sogar länger anhält, ist es vor allem die Einschränkung der Beweglichkeit im Vergleich zu einem vollkommen gesunden Gelenk, die von den Patienten wahrgenommen wird. Im Vergleich zur Beweglichkeit des erkrankten Gelenks vor der Operation ist jedoch bei den allermeisten Patienten eine deutliche Verbesserung erreicht. Das vollständige Niederknien ist in aller Regel mit einem künstlichen Gelenk nicht mehr möglich. Zudem bemerken manche Patienten beim Bewegen des Knies ein Knacken oder Klicken. Dies ist eine Folge des Aufeinandertreffens der künstlichen Gelenkoberflächen und sollte Sie nicht beunruhigen. Insbesondere sind diese Phänomene kein Hinweis auf eine Lockerung der Prothese.








