Beim Einbau von Knieprothesen kommt es in aller Regel nicht zu einer Beeinflussung der Beinlänge.
Beim Einbau von Hüftendoprothesen müssen neben vielen anderen Faktoren insbesondere 3 Punkte beachtet werden, die voneinander abhängen: Die Beinlänge, die Weichteilspannung und die Neigung des Gelenks, herauszuspringen (Luxationsneigung). Beim Einbau des künstlichen Hüftgelenks werden diese Punkte während der Operation geprüft. Ist die Weichteilspannung zu gering, kommt es zu einer Fehlfunktion der Muskulatur mit der Folge einer erhöhten Ermüdbarkeit oder eines Hinkens. Zudem kann das Gelenk leichter auskugeln (luxieren). In diesen Fällen ist es manchmal erforderlich, die Beinlänge etwas zu verlängern, um eine regelrechte Muskelfunktion und Stabilität des Gelenks herbeizuführen. Andererseits kann es bei einem vor der Operation zu kurzen Bein nicht möglich sein, einen vollen Beinlängenausgleich wieder herzustellen, da es dadurch zu einer erhöhten Weichteil- und Muskelspannung kommen könnte, die neben einer Bewegungseinschränkung auch zu einer Gefährdung der das Bein versorgenden Nerven führen könnte.
Unsere Operateure legen während der Operation außerordentlichen Wert auf eine bestmögliche Einstellung der Gelenkfunktion und Beinlänge. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren betreuenden Arzt.








